Zwei Sprachen, zwei Kulturen und fantastische Geschichten aus einer vergangenen Kultur. „Gibt es etwas? – Man muss nur wissen, wo man danach suchen muss.“
Eine Gruppe von Schauspielern macht sich auf die Suche nach einem Weg, die Geschichten aus dem Schahnameh zu erzählen. Wo sollen sie anfangen? Mit Zal, dem ausgesetzten Kind, das von Simurgh gerettet wird? „Simurgh ist ein Vogel aus den Mythen. Auf der Welt gibt es keinen wie sie. Sie wird aus sich selbst geboren und lebt, so lange sie will.“ Ihre Federn besitzen magische Kräfte: Wenn man sie ins Feuer wirft, heilen sie den Schmerz der Welt. Simurgh schenkt Zal alle ihre Federn und nimmt ihn mit auf eine Reise in seine zukünftige Vergangenheit. Sie warnt Zal. Wenn er die letzte Feder verbrennt, wird sie sterben. Aber Zal ist voller Hoffnung auf eine gerechte Welt. Auf ihrer Reise begegnen ihnen Zal Söhne – Rostam und Sorab, Siyawosch, Bijan und Manijeh – und Zal verbrennt eine Feder nach der anderen. Simurgh ist müde von der Reise und von Zal, der überall nur das findet, was er sucht: seine eigene Schuld. Wird er auch die letzte Feder verbrennen, um seinen Sohn, Rostam, den großen Helden aus dem Schahname, zu retten? „Es ist wie ein Spiel, nicht das Spiel selbst, es ist wie ein Spiel.“
Aus Improvisationen des zweisprachigen Ensembles entstanden konfrontiert die Inszenierung einzelne Motive und Situationen des persischen Epos mit den kulturspezifischen Erfahrungen der Gegenwart. Im Zentrum des Schahnamehs steht der Konflikt zwischen den Väter und den Söhnen, der in allen seinen Spielarten aufgefächert wird: als Frage nach Gerechtigkeit, als Gradwanderung zwischen Hybris und Demut, als Heldenbild im Spannungsfeld zwischen Autonomie und Gehorsam, als Widerstreit von Glaube und Vernunft.
 

 

Regie:
Stephan Weiland (D)
Künstlerische Beratung:
Farhad Mohandespour (IR)
Szenografie:
Roland Söderberg (S)
Narmin Nazmi (IR)
Kostümbild:
Narmin Nazmi (IR
Roland Söderberg (S)
Sabine Steinort (D)
Musik & Komposition:
IAnkido Darash (IR)
Videodesign:
Hessam Nourani (IR)
Dramaturgie:
Karolin Nedelmann (D)
Übersetzung & wissenschaftliche Beratung:
Alireza Morshed (D)
Produktion:
Javad Afshinnejad (IR)
Hubert Fehrenbacher (D)
Regie- und Produktionsassistenz:
Shabnam Khoshdel (IR)
Regiehospitanz und Requisite:
Reyhaneh Khatami (IR)
Kostümassistenz:
Fereschte Hejazi (IR)
Bühnenbildassistenz:
Hossein Jabari (IR)
Amirhossein Davani (IR)
Technische Leitung:
Bernhard Ott (D)
Technik:
Hanna Rebstock (D)
Sounddesign:
Ingo Burghardt (D)
Ankido Darash (IR)