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Katt und Fredda sind lange
Zeit unterwegs gewesen. Eine Reise liegt hinter ihnen, die voll von Mühen und Strapazen war, voller Sehnsucht und Angst. Dann endlich, eines Tages, war Schluß mit dem Umherirren, mit all den Hindernissen. Endlich haben sie einen, ihren Raum gefunden, haben es geschafft ins Trockene zu kommen. Diesen Raum haben sie sich schön eingerichtet. Alles ist da was sie brauchen: Zwei Stühle, zwei Teller, die Dinge des täglichen Lebens. Perfekt eingerichtet, gemütlich, friedlich und ungestört.
Warum sollte es nicht immer
so bleiben, hofft Fredda. Denn Katt denkt an Besuch. Daß einmal Besuch kommen könnte, etwas neues geschehen würde, etwas spannendes.
Ein Besuch hat doch so seine Reize. Aber würde das nicht die ganze
Ordnung durcheinanderbringen? Also wollen Katt und Fredda doch lieber ungestört bleiben, "wir beide - für immer".
Und da ist Miranda. Sie zieht draußen umher, von einem Ort zum anderen. Miranda kommt vorbei und will einfach mal reinkommen. Miranda will auch gerne alles zusammen machen, mit anderen Leuten, dann macht das Leben mehr Spaß. Und so ist plötzlich Besuch da bei Katt und Fredda. Und schnell ist nichts mehr so, wie es vorher
war. Ist Platz für drei, wo vorher alles nur für zwei eingerichtet
war? Wer spielt mit wem, und wer bleibt draußen? Auf einmal ist es Fredda, die doch gar keinen Besuch wollte, diejenige, die entdeckt, wie spannend Besuch sein kann. Aber Katt hat sich das mit dem Besuch etwas anders vorgestellt. Und was kann alles passieren, wenn der Besuch König ist; denn ein König darf tun und lassen was er will. "Besuch von Katt und Fredda",
geschrieben von der jungen Autorin Ingeborg von Zadow, ist ein kleines
Theaterstück, das in knapp gehaltenen Dialogen Grundverhältnisse
des Zusammenseins beleuchtet.
Zwischen den kurzen sprachlichen
Gesten des Textes entsteht ein theatralischer Raum, in dem die Figuren
mit ihrem Sprechen und Handeln Realität gewinnen, ohne realistische
Figuren zu werden. Der Abstraktionsgehalt, in dem eine genaue Bestimmung
des Raumes, die Herkunft der Personen und ihre Zuordnung zu realistischen
Charakteren offengehalten wird und keine Festlegung erfährt, ermöglicht
eine sinnliche verdichtete theatralische Konkretion des Geschehens zwischen
den drei Schauspielerinnen, das sich den Zuschauern auf ihrem eigenen Lebens/
Erfahrungshorizont abbildet, unabhängig ihres Alters, ihrer Herkunft,
ihres Geschlechts.
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Regie:
Dieter Kümmel
Bühne:
Marc Totzke
Es spielen:
Daniela Mohr
Renate Obermaier
Kirsten Trustaedt
Regiehospitanz:
Benjamin Kneser
Bühnentechnik: Bernhard Ott
Ton: Ingo Burghardt
Rechte:
Verlag der Autoren
Premiere: 28. Januar 2000
Dauer:
ca. 70 min
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für Kinder ab 7 Jahren und Erwachsene
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