Hauch von Persien
von Heinzl Spagl
Endlich sitze ich im Flugzeug nach
Teheran. Daß es doch noch geklappt hat mit unserem Gastspiel in
Iran – zwei Tage vor unserem Abflug sind wir vom neuen, konservativen
Bürgermeister noch ausgeladen worden.
Neugierig und möglichst unauffällig
schaue ich mir die von Kopftüchern verhüllten Frauen im Flugzeug
an; wir fliegen mit Iran-Air, das Flugzeug ist bereits iranisches Hoheitsgebiet.
Das können doch nicht alles Iranerinnen sein, später stellt
sich heraus, daß eine Reisegruppe von „Studiosus-Reisen“
mit uns in der Maschine sitzt und die sind so gut wie wir auf diese Reise
vorbereitet worden, außerdem mußten die Frauen ja schon für
das Paßfoto ihres Visaantrages ein Kopftuch tragen. Der Reiseführer
"Iran" ist das meistgelesene Buch auf diesem Flug.
Teheran ist aus der Luft um 11. Nachts
ein riesiges Lichter- und Farbenspektakel und – riesengroß,
so etwa 250 qkm, 12 – 15 mio Menschen (so genau weiß das seit
dem Afghanistankrieg keiner) müssen irgendwo Platz finden, jetzt
aber Reiseführer wegpacken und aussteigen.
Der Grenzpolizistin im strengen schwarzen
Tschador, kein Haarfitzelchen ist zu sehen, ist kein Lächeln zu entlocken.
Am oberen Ende der Rolltreppe steht ein Mann mit einem Zettel, auf dem
„Theater im Marienbad „ steht, er stellt sich in gutem Englisch
als Herr Namibi vom „Dramatic Art Center“ vor, begrüßt
die Männer mit Handschlag, die Frauen mit freundlichem Kopfnicken,
er wird uns in Teheran betreuen.
Nächste Warteschleife: eine Kiste mit Licht-Equipment des Fernsehteams
fehlt, nach ca. 1 1/2 Stunden ist klar, die Kiste ist in Frankfurt geblieben
und kommt mit der nächsten Maschine nach. Gruppenreisen!
Endlich geht’s raus. Auf dem Platz
vor dem Flughafen ist Volksfeststimmung, angenehm warm, unheimlich viele
Menschen, die ersten Mullahs, leicht zu erkennen an ihrem weißen
Turban, Vollbart und dem schwarzen Umhang (müssen die eigentlich
alle eine überdurchschnittliche Körpergröße haben,
oder tragen die Plateausohlen?), umringt von Scharen ganz in schwarz gekleideter,
verschleierter Mädchen. Eine ausgelassene, fröhliche Stimmung,
Männer umarmen sich, küssen sich, Kinder werden gedrückt
und geherzt, die Frauen freuen sich auch, aber da wird nicht geküsst,
gedrückt oder geherzt- aha
Später erfahren wir, daß der
Grund für den Lichterzauber der Geburtstag des 12. Imam ist, des“Geborgenen“,
er ist vor etwa 1000 Jahren einfach verschwunden und soll irgendwann einmal
wiederkehren als eine Art Messias – überall braucht's Erlöser,
wir feiern sozusagen das schiitische Weihnachtsfest.
Worauf warten wir eigentlich jetzt schon wieder? Auf den Bus, - da ist
er ja, zweifellos schon etwas in die Jahre gekommen und eindeutig zu klein
für 30 Leute mit Gepäck, das dann abenteuerlich bis unter die
Decke gestapelt wird und dann passen noch ein gutes Dutzend von uns rein,
der Rest ab in verschiedene Taxis.
Nach wenigen Metern ist klar, hier herrschen
andere Verkehrsregeln: wichtigstes Teil des Fahrzeugs ist die Hupe. Sie
wird benutzt um anzuzeigen, daß es sich hier um ein Fahrzeug handelt,
das nicht bremst, oder nicht ausweicht, aber auch anstelle eines Blinkers
wird eher gehupt, das findet allerdings nicht in aggressiver Weise statt,
fast könnte man meinen, die iranischen Hupen sind alle etwas milder,
weicher gestimmt als die europäischen, oder sind es die Gesichter
der überwiegend männlichen Fahrer, die trotz dieses Chaos entspannt
und gelassen wirken, keiner der sich aufregt, schimpft und tobt. Aus 4-spurigen
Straßen werden mühelos 6-spurige, auf denen nach Bedarf auch
auf der Überholspur (das ist sowieso jede), also auch auf der linken
Spur angehalten wird um die Familie aus- oder einsteigen zu lassen oder
um sich etwas zu trinken zu kaufen. Inzwischen ist es fast ein Uhr nachts
und immer noch ein Wahnsinnsverkehr. Wie immer, wenn viele Autos unterwegs
sind, müssen wir oft halten, der Gepäckturm hat sich inzwischen,
nach ein paar heftigen Kurven und Huppeln im Bus verteilt, aber die Aussicht
können wir nicht genießen, denn bei jedem Stop holen die beißenden
Ölschwaden, die unser Bus hinterläßt uns wieder ein und
nehmen uns nicht nur die Sicht, sondern auch den Atem, wenn sie ins innere
dringen. Dementsprechend fallen dann die Reaktionen der Mitreisenden aus:
„Fenster auf“—„Fenster zu“- „ich erkälte
mich“- „nicht auch noch rauchen“, etc etc. Der Fahrer
muß eine Ahnung gehabt haben von dem was dann folgt: er tauscht
die Kassette mit persischer Musik gegen eine Art Techno mit dem englischen
Titel“: I am your nightmare...and it turns into reality“.
Plötzlich, wir stehen gerade
in der Ausfahrt einer Unterführung, macht der Motor keinen Mucks
mehr. Versuche ihn erneut zu starten quittiert der Bus mit dem Ausfall
der gesamten Elektrik- wir stehen von Verkehr umtost mitten in einem Alptraum.
Hinter uns beginnt jetzt ein Hupkonzert, rechts und links rasen die Autos
an uns haarscharf vorbei. Jedem ist klar, hier hilft nur noch Handarbeit,
also raus, am Bus entlang nach hinten gedrückt und geschoben. Der
Fahrer denkt allerdings nicht daran, rechts ranzulenken, er will seine
Karre durch anschieben erneut starten, was die Vorbeifahrenden durch freudiges
hupen und zuwinken kommentieren. Irgendwann haben wir es tatsächlich
geschafft, die Kiste hüllt uns in eine mächtige Qualmwolke,
vorne brummts wieder und hinten stinkts, wir quetschen uns zurück
in den Bus und weiter geht die Fahrt.
Der Fahrer muß jetzt gekonnt mit Gas,
Bremse und Kupplung jonglieren, damit der Motor nicht wieder ausgeht,
und jeder weitere Stop, bei dem der Motor weiterläuft, wird von allen
bejubelt. Nach einer dreiviertel Stunde sind wir endlich in unserem Hotel.
Wir trauern dem Whisky und dem Rotwein nach, den unser schwedischer Bühnenbildner
mitgebracht hatte, den er aber unter Aufsicht der Zöllner am Flughafen
ins Klo schütten mußte. So trinken wir Fruchtsaft, der sogar
meinen Kindern zu süß gewesen wäre und steigen später
auf Tee um. Irgendwie schafft es die Hotelleitung, noch ein Chiken-Kebab
zu servieren und wir gehen endlich ins Bett.
Nach reichlich 3 Stunden Schlaf machen wir
uns wieder auf den Weg zum Flughafen, der Busfahrer hat inzwischen den
Bus repariert, er qualmt kaum noch und geht auch nichtmehr aus. Herr Namibi
hat inzwischen die Zeit damit verbracht, unsere Flüge am Flughafen
rückzubestätigen und jetzt bringt er auch noch die fehlende
Kiste des Fernsehteams mit. Als wir ihn eine Woche später wieder
treffen, meint er, er hätte immer noch nicht geschlafen...
Der Flug mit der Fokker nach Isfahan
ist grandios – in 3000 m Höhe geht es über eine Wüstenlandschaft,
die mit allen nur vorstellbaren Braun- und Beigetönen spielt. Zwischendurch
taucht aus Schleierwolken eine Salzwüste auf, als wäre sie vom
Himmel gefallen, sie geht über in eine Dünenlandschaft aus der
sich plötzlich Berge erheben. Von oben sieht es aus als wären
die Berge aus dem Boden gewachsen, abgebrochen und wieder willkürlich
zusammengesetzt worden, - eine surreale Kulisse, bizarr und harmonisch
gleichzeitig, ich vergesse den Schlaf. Real wird erst wieder der Flughafen
von Isfahan, eine Rohbaumoschee nebenan und ein neuer Bus, der uns in
die Stadt bringen soll.
Bei angenehm sommerlichen Temperaturen und
gleißend hellem Licht nähern wir uns Isfahan. Allgegenwärtig,
riesige Portraits von Chomeni und Chameni, sie sollen die Menschen immer
wieder daran erinnern, wer hier die Macht und das Sagen hat. Das erinnert
mich an die DDR und Rumänien.
Neben der Schnellstraße neu angepflanzte
Schonungen mit Kiefern, alles von künstlichen Bewässerungsgräben
durchzogen, dazwischen Hirten mit kleinen Schafherden. Die ersten Gebäude,
niedrige Bauten aus Lehmziegeln, teilweise verfallen, langsam die ersten
Neubauten, häßliche Stahlgerippe, Werkstätten, Läden,
wenig Menschen, das nicht sehr ansprechende Bild einer 3. Welt Stadt.
Das ändert sich, als wir den ersten Kreisverkehr erreichen, es wird
immer grüner, ältere Gebäude, Moscheen, Ausflugsverkehr,
teilweise ganze Familien zu 4, 5, auf kleinen Motorrädern. Es ist
immer noch Feiertag, der Geburtstag des 12. Imam, der Verkehr läßt
flüssiges Fahren zu und neugierige Blicke, denn in unserem Bus sitzen
im Gegensatz zu den städtischen Bussen, in den die Männer vorne
und die Frauen streng getrennt hinten sitzen, Männer und Frauen bunt
durcheinander. Fremde sind hier etwas besonderes. Nach einem Mittagessen
im Hotel (Tschiken-Kebab) die ersten Erkundungsgänge in die Stadt.
Isfahan, diese gewaltige Oase (2,5 Mio. Einwohner) am Ufer des Zayandeh-Rood
zeigt sich erst von seiner schönen Seite, wenn man durch die Stadt
läuft. Die Blicke der Passanten signalisieren einem, daß man
hier fremd ist, aber der Fremde wird neugierig, meist freundlich begutachtet,
viele Frauen senken den Blick, andere schauen direkt und offen, Männer
gucken sowieso viel und oft werden wir von jungen Isfahanis auf englisch
angesprochen, wie wir heißen, wo wir herkommen. Ich habe den Eindruck,
sie wollen ihre Englischkenntnisse ausprobieren und sind sehr stolz, wenn
es klappt, meistens bleibt es beim kurzen Austausch von Höflichkeitsfloskeln.
Der erste Besuch einer alten Koranschule
an einer Hauptstraße, hinter dicken, hohen Mauern führt uns
in die Welt des Orients, gibt uns einen Eindruck der Baukunst, der Gestaltung
von Harmonie und Ruhe. Eine wohltuende Kühle umfängt uns im
schattigen Innenhof, der sich um ein großes Wasserbecken schließt,
eine Atmosphäre von feierlicher Gelassenheit, Friede und Einkehr
lädt uns zum verweilen unter den großen Bäumen ein –
eine Oase der Ruhe mitten im Großstadtgetümmel.
Aber wir wollen weiter, zu dem, wie
heißt er noch mal, der berühmte Platz... , Abbild der Welt,
Naghsh-e-Jahan. Wir verlaufen uns und prompt ist kein Mensch mehr zu sehen,
nicht mal ein Taxi verirrt sich hierher, in diese tristen Neubaugebiete,
es klaffen große Baulücken, da endlich taucht er auf, der Naghsh-e-Jahan.
Im Abendlicht entfaltet er seine ganze Pracht, dazu die Imam Moschee mit
bunten Lichterketten geschmückt, an der Südseite. Hier finden
auch die ersten längeren Gespräche mit Einheimischen statt,
die direkt auf uns zukommen und nach den üblichen Höflichkeitsfloskeln
wird gleich über die Situation in Iran, bei uns, die Wünsche,
die Ängste geredet, Telefonnummern und E-Mailadressen ausgetauscht.
Natürlich gibt es auch die Lockvögel, die uns in die Läden
des Bazars führen, aber nett, nicht aufdringlich. Der erste Eindruck:
Angenehm, sehr angenehm!
Aber wir sind ja nicht nur zum Vergnügen
hier. Beim gemeinsamen Abendessen im Hotel (Tsiken-Kebab) wird der nächste
Tag besprochen, Aufbau, Beiprogramm, was noch alles an Kostümen besorgt
werden muß, etc. Unsere Technikcrew hat schon den ganzen Tag aufgebaut,
sie brauchen noch den morgigen Tag, am nächsten Tag ist die Probe
vor der Zensur, es kommt sogar einer aus Teheran.
Bei der offiziellen Stadtführung
am nächsten Morgen erklärt uns der Führer u. a. ein Bild
im 40-Säulenpalast, auf dem Sultan Abbas I. mit einem indischen Pascha
tafelt und dabei ein rotes Getränk zu sich nimmt, er sagt: „Wir
müssen sagen, die trinken Wasser..“
Genauso wenig Erwähnung findet die Gründung Isfahans durch jüdische
Flüchtlinge in der derzeit offiziellen Geschichte der Stadt. Im nächsten
Raum sind Wandgemälde von sehr spärlich bekleideten bis halbnackten
Frauen zu sehen, eine iranische Mädchengruppe huscht kichernd und
schnell aus diesem Raum. Draussen photographieren sie uns genauso oft
wie wir sie, leider keine Sprachverständigung - no Farsi - aber lächeln
geht. Selbstbewußt und aufgeschlossen wirken diese jungen Frauen,
anders als die „Krähen“, wie wir sie despektierlich nennen,
jene Frauen, die den Tschador, das schwarze, große Kopftuch mit
den Zähnen festhalten und keinem fremden Mann auf der Straße
offen ins Gesicht blicken, sie senken den Blick und bekommen dadurch für
mich etwas verhuschtes, nicht greifbares. Am Ende der Tour nimmt der Führer
das angebotene Trinkgeld nicht an. Nach dem Mittagessen im Hotel (Tsiikken-Kebab)
geht’s mit Stadtplan ausgerüstet wieder alleine oder in kleinen
Gruppen in die Stadt. Isfahan ist groß und es gibt noch so viel
zu entdecken.
Die kleine Geschichte vom Teppichhändler
erzähle ich hier nicht, sie wird bestimmt an anderer Stelle erzählt
werden und wie bei jeder Erzählung wird sie sich jedesmal, wenn sie
erzählt wird, ein klein bißchen verändern, wie das bei
Geschichten auch so sein muß, bis sie selbst zu einer großen
Geschichte geworden ist, die irgendwann einmal aufgeschrieben - oder vergessen
wird. Nur für die, die sie miterleben durften, wird sie bleiben wie
sie war, wunderschön und mit allen erdenklichen Farben und Düften
ausgeschmückt – viel Tee wird getrunken – es wird gelacht,
der Mond scheint und die Nachtigallen schlagen.... wo bin ich? Im alten
Isfahan. Doch das alte Isfahan gibt’s nicht mehr, selten noch eine
der Türen, an denen Männer und Frauen getrennte Türklopfer
in verschiedenen Formen haben, so daß man schon am Klopfton hören
kann, wer Einlaß begehrt. Immer mehr verschwinden diese alten Karawansereien
mit ihren schönen Innenhöfen, dem Bassin in der Mitte, den Schatten
spendenden Bäumen, dem kleinen Teehaus mit den Vogelbauern, wo man
bei Tee und Wasserpfeife gemütlich sitzt und plauscht, sie müssen
nüchternen Zweckbauten aus Beton und Stahlgerippen, Parkplätzen
und mehrspurigen Straßen weichen. Möge der Verkehr das Fegefeuer
für die Stadtplaner sein. Zum Abendessen gibt’s ... Forelle.
Unser Spielort ist eine Schule aus
den 30er Jahren, die Schah Reza mit Unterstützung der Nazis am Ufer
des Zayandeh-Rood gebaut hat. Wir spielen im Innenhof, Freilicht, das
heißt groß spielen und laut sprechen, das wird anstrengend,
eine ganz neue Erfahrung.
Ebenfalls eine ganz neue Erfahrung ist der
Umgang mit der Zensur. Nachdem der Zensor aus Teheran eine Autopanne in
der Wüste hatte, beginnt die Probe erst mit Verspätung. Klar
ist, daß die Frauen Kopftücher tragen müssen und daß
es zu keiner unmittelbaren Berührung von Mann und Frau auf der Bühne
kommen darf, daß die Frauen immer noch etwas drunter anhaben müssen,
so daß keine Beine oder ähnliches zu sehen ist. Auch der „nackte
Mann“ muß zu seiner langen Unterhose noch ein T-Shirt tragen.
Einige Szenen, in denen es um Gewalt und Krieg geht, bekommen hier einen
ganz anderen Hintergrund. Fünfzehn Jahre ist es her, daß der
8-jährige Krieg mit dem Nachbarland Irak beendet wurde, Millionen
Tote, die riesigen Bilder der Märtyrer, die in diesem Krieg gestorben
sind, geben dem Stück einen bedrohlich realistischen Hintergrund.
Einige Sätze, wie z.B. „ ...diese Heilsbringer, Erfinder neuer
Staaten und Systeme, die am Ende ganze Völker in die Hölle führen....“
usw. klingen hier viel direkter, viel schärfer als ich sie aus Freiburg
in Erinnerung habe. Die Übersetzungsanlage tut ihren Dienst noch
nicht, vielleicht ist das auch gut so. Dafür sorgt ein penetrant
rutschendes Kopftuch für Erheiterung, da lacht sogar der Zensor.
Im übrigen stellt sich der Teheraner Zensor als liberaler heraus
als die Abgesandten der Stadtverwaltung von Isfahan.
Die Vorstellung kann also morgen stattfinden.
Aber niemand von uns hat ein Plakat, auch nur ein bißchen Werbung
für unseren Parzival gesehen, auch die Dolmetscher haben in den Zeitungen
nichts gefunden, keine Ankündigung, kein Wort über unser Gastspiel.
Über die Vorstellungen ist schon
viel geschrieben worden, deshalb nur soviel, daß die Reakion nach
der zweiten Vorstellung geradezu überschwenglich war, sich Zuschauer
extra bei Mitwirkenden bedankt haben, daß wir erfahren haben, daß
es in Isfahan ein nach Theater hungerndes Publikum gibt, daß es
dort vor der Revolution 4 Theater hier gab, heute keines mehr, daß
wir mindestens eine Woche dort hätten spielen können (müssen).
Am Tag nach der zweiten Vorstellung wurden
wir von der Bezirksverwaltung zu einem Essen eingeladen, ein traditionelles
Ausflugslokal in den Auen des Zyandeh-Rood vor der Stadt. „Auf Wiesen
lagernd labt man sich an Beeren, Milch und Früchten...“, wir
sitzen auf Teppichen mit bequemen Polstern und die persische Küche
zeigt was sie kann, um 12.00 Uhr sind wir los, um 17.00 satt und zufrieden
wieder zurück.
Wir waren eine Woche in Isfahan, ich habe, wie durch einen Türspalt
einen Hauch von Persien gespürt; und dieses Wort muß ich mir
immer wieder auf der Zunge zergehen lassen... Persien... die Menschen,
das Licht, der Geschmack die Gerüche.
|
|
|