Die IRAN - Gastspielreise des Theaters im Marienbad

11. – 25 Oktober 2003


   

Oktober 2003

Presseinformation

Das Theater im Marienbad, Freiburg, gastiert im Oktober 2003 mit zwei Inszenierungen in Teheran und Isfahan, Iran. Flankiert wird der Theateraustausch von einem umfangreichen Begleitprogramm.

Die Gastspielreise in den Iran , die in Zusammenarbeit mit dem Goethe Institut und der Theaterabteilung des iranischen Kulturministeriums, dem Dramatic Arts Center (DAC) stattfindet, will den von Roberto Cuilli und dem Theater an der Ruhr vor einigen Jahren begonnen Theateraustausch zwischen den beiden Ländern ausbauen und erstmalig auch auf den Bereich des Kinder- und Jugendtheaters ausweiten.

Gezeigt wird die Inszenierung "Parzival" von Tankred Dorst und Ursula Ehler. Ursprünglich als Auskopplung aus dem Tafelrundenepos "Merlin" entstanden, folgt Dorsts Szenarium der Figur Parzivals, der nicht weiß was gut und böse ist, auf seiner Suche nach Glück und Erlösung aus der mittelalterlichen Welt bis in die Neuzeit und konfrontiert ihn mit jenen Untaten, die im Namen zweifelhafter Heilsversprechungen erfolgen.

"Die Geschichte vom Onkelchen" ist ein poetisches Theaterstück fast ohne Worte. Für Kinder und Erwachsene, seit 15 Jahren auf dem Spielplan des Freiburger Kinder und Jugendtheaters, erzählt das Stück der schwedischen Autoren Tomas von Brömmsen und Lars Eric Brossner von einem kleinen Onkel, der sich nichts sehnlicher wünscht als einen Freund.

Die Aufführungen im Iran werden in ein hochkarätig besetztes Begleitprogramm eingebettet sein.
Tankred Dorst, einer der bedeutendsten zeitgenössischen deutschen Theaterautoren und seine Gattin Ursula Ehler werden die außergewöhnliche Theaterreise begleiten, ebenso der Theaterkritiker Gerhard Jörder, als Mitglied der Jury des Berliner Theatertreffens einer der profundesten Kenner der deutschsprachigen Theaterlandschaft. Den holländischen Bühnenkomponisten Guus Ponsioen und den schwedischen Szenographen Roland Söderberg verbindet eine langjährige Zusammenarbeit mit dem Theater im Marienbad. Christel Hoffmann lehrt als Theaterwissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt Kinder- und Jugendtheater.
Vorgesehen sind neben Inszenierungsgesprächen Vorträge, ein Symposium und Diskussionen mit iranischen Theaterleuten, Schauspielern, Dramaturgen, Autoren, Regisseuren und Theaterstudenten.

Um die kulturpolitische Vernetzung im Bereich des Kinder- und Jugendtheater zu fördern, wird der Hildesheimer Kulturwissenschaftler Wolfgang Schneider, Weltpräsident der ASSITEJ (Association International du Theatre pour l'Enfance et la Jeunesse) und Beiratsmitglied des Goetheinstituts die Reise begleiten. Der künstlerischer Leiter des Theaters im Marienbad, Dieter Kümmel, ist Vorstandsmitglied der deutschen Sektion der ASSITEJ.

Den ursprünglichen Anstoß zu dieser Theatertournee gab die bislang einzige deutsch- iranische Städtepartnerschaft zwischen Freiburg und Isfahan, die seit 2001 existiert.

Die Gastspielreise wird vom Goethe Institut aus Sondermitteln für den europäisch - islamischen Kulturdialog sowie durch Beiträge der Stadt Freiburg und des Landes Baden-Württemberg finanziert.

 

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