Gespräche im Marienbad

Getauschte Blicke

Perspektiven eines Kulturaustauschs mit dem Iran

   

Manchmal reicht der kurze Moment, in dem wir den Blick eines Menschen einfangen, um das Bild von dieser Person und der Kultur, in der er lebt, zu verändern. Ist der Blick neugierig, einladend, öffnet er alle Türen zu einer gegenseitigen Verständigung. Weicht der Blick aus, bleibt der Fremde fremd.

Seit einigen Jahren ist der Iran in den Blickpunkt kultureller Aktivitäten so mancher Institution in Deutschland gerückt. Dahinter stehen oftmals das persönliche Engagement und Ideen einzelner, die den Kulturaustausch auch gegen Widerstände vorantreiben. Ein offizielles Kulturabkommen gibt es nicht. Dennoch unterhält z.B. Roberto Ciulli, Leiter des Theater an der Ruhr, seit Jahren enge Beziehungen zu Kollegen im Iran und hat mit dem Dramatic Arts Center in Teheran einen interessierten, offenen Partner gefunden.

Die Städtepartnerschaft Freiburg/Isfahan, die einzige zwischen einer deutschen und einer iranischen Stadt, geht ganz andere Wege. Bildungsinstitutionen suchen den direkten Austausch. Und das Goethe Institut/InterNationes ist längst nicht nur finanzieller Wegbereiter, sondern auch kompetenter Begleiter vieler Projekte.

Auch die Medien haben ein großes Potenzial, dem manchmal unklaren Bild vom Iran deutlichere Konturen zu geben. Der Film “Parzival in Isfahan“, der Eindrücke von der Theaterreise des Theater im Marienbad in den Iran dokumentiert und am 20. März vom Fernsehsender 3sat ausgestrahlt wird, soll Anlass sein, um über die verschiedenen Wege, Chancen und gemeinsamen Visionen eins Kulturaustauschs zu diskutieren.



Zu Gast sind:
Martin Berg
Goethe-Institut InterNationes

Roberto Ciulli
Theater an der Ruhr,

Jo Schmidt
3sat,

Majid Sharifkhodaei, Dramatic Arts Center Teheran

Dieter Salomon, Oberbürgermeister der Stadt Freiburg (angefragt).

Es moderiert:
Gerhard Jörder
Autor für „Die Zeit“,
Mitglied der Jury des Berliner Theatertreffens.

Sonntag, 28. März 2004, 11:00 Uhr