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Am 10. April um 20.00 Uhr ist Roberto Ciulli zu Gast in der Reihe
"Gespräche im Marienbad".
Roberto Ciulli ist der Leiter des Mühlheimer Theaters an der Ruhr. Mit seinem Theater betreibt er seit einigen Jahren einen intensiven Kulturaustausch mit dem Iran wie kein anderer. Wandel durch Annäherung heißt das Konzept, an dem Roberto Ciulli und sein Ensemble allen politischen Umständen zum Trotz festhalten. "Ich glaube nun mal, dass Theater eine politische Form ist", meint er. "Theater ist der Schnittpunkt zwischen aufgeklärtem Diskurs und Poesie. Da gehört für mich eine Internationalisierung des Theaters notwendiger Weise dazu."
1998 reiste das Theater an der Ruhr erstmalig in den Iran, weitere Gastspiele folgten. Im Herbst 2001 lud er zu einem iranischen Festival nach Mühlheim ein. Vor einem Jahr inszenierte Roberto Ciulli "Bernada Albas Haus" von Lorca in Teheran. Die Inszenierung war jetzt u.a. in Frankfurt und Stuttgart zu sehen. Auch in den Irak war das Ensemble eingeladen. Vom 25. März bis 6. April 2002 gastierte es in eben jenem Land, dem die Bush-Regierung in ihrem Kampf gegen die "Achse des Bösen" unverhohlen mit Krieg droht und das für den Westen nicht erst seit dem 11. September ganz oben auf der Liste der "Schurkenstaaten" rangiert.
Roberto Ciulli wird dem Freiburger Publikum seine Reise- und Theatererlebnisse aus diesen Landschaften vorstellen. Gleichzeitig bietet sich an diesem Abend die Möglichkeit, die besonderen Arbeits- und Produktionsweisen des Theaters an der Ruhr kennenzulernen.
Moderiert wird das Gespräch von Dorothea Marcus.
Für das Theater im Marienbad ist die Begegnung mit Roberto Ciulli von besonderer Bedeutung, bereiten wir uns doch gerade auf eine Gastspielreise mit unserer Inszenierung "Parzival" von Tankred Dorst in den Iran, nach Teheran und Isfahan, im Herbst dieses Jahres vor.
Zu weiteren Veranstaltungen in dieser Reihe haben wir im Mai den Regisseur und Komponisten Heiner Goebbels und die Anna-Seghers-Biographin Christiane Zehl-Romero zu Gast im Theater im Marienbad.
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