Theater im Marienbad
Freiburger Kinder- und Jugendtheater

 

 

 

„Die Furcht, die du fühlst, macht, dass du nicht recht siehst und hörst; denn eine der Wirkungen der Furcht ist, die Sinne zu verwirren, so dass die Dinge nicht als das erscheinen, was sie sind….“

                                                                    Don Quijote zu Sancho Pansa

 

 

 

 

Liebes Publikum,

Im Theater können wir die Dinge anders scheinen machen, so dass sie zu dem werden, was sie sein könnten, wir ihnen aber in aller Verwirrung, ohne Furcht entgegengehen können.

In diesem Sinne können Sie  in den kommenden drei Monaten verschiedensten Figuren begegnen, aus ihrem Blickwinkel die Welt betrachten, und möglicherweise die eigene Achse ein wenig drehen.

Don Quijote wird die Flügel packen um Tatsachen zu Feinden der Wahrheit zu erklären. Am Sonntag den 3. Mai bieten wir Ihnen eine Matinee mit dem Regisseur Marc Günther und Schauspielern des Ensembles an. Sie lesen aus dem Original und erzählen aus Ihrer Sicht auf den „Verdrehten“.

In den Geschichten wird von der Wahrhaftigkeit der Gefühle zu hören sein, wenn Prinzessinnen sich als Gänsehirtinnen tarnen und Perlen weinen oder –wie in der Geschichte von den drei Hunden sich Prinzessinnen von Schafhirten gerettet werden. Der verhätschelte Königssohn wird erst dem Eisenhans folgen müssen, und zum Grindkopf werden um seinen  Weg aus der Kindheit ins Leben zu finden. Die Schwalbe Sinha verwirrt einem Kater die Sinne, der Hahn Chantecler muss zunächst der Liebe zu einer Fasanin  folgen um sein Glück zu finden ….allen ist gemeinsam . dass erst die Verirrung den Weg weist.

Einen langen und wahrscheinlich außergewöhnlichen Weg hat „Die Geschichte vom Onkelchen“ schon hinter sich…rund 65.000 große und kleine Zuschauer in zehn Ländern haben mit dem Hund erschnüffelt, was Freundschaft sein könnte und mit dem Onkel Perlen ins Moos geweint- als Kinder war es ihr erstes Theatererlebnis, als Eltern erleben sie nun mit ihren Kindern erinnerte Emotionen neu. Am vorletzten Juniwochenende freuen wir uns 20 Jahre Onkelchen mit Ihnen zu feiern.

Schon letztes Jahr konnten wir  uns an der Ernsthaftigkeit, Authentizität und Qualität von Schultheater erfrischen und  Ihnen ein professionelles Forum anbieten. Wieder dürfen wir gespannt sein: „Die Liebenden in der Untergrundbahn“ von Jean Tardieu gespielt von der Theater AG des Goethe- Gymnasiums wird am 23. /24. Juni ihre Premiere  auf unserer Bühne spielen! Dieses Projekt wird von verschiedenen Abteilungen aus unserem Haus begleitet.

Im Juli laden  wir, im Zusammenhang mit Don Quijote,  unsere jungen Zuschauer ein,  am Samstag den 5. Juli um 11 Uhr mit der Philosophin Marie Wiacker Wolff darüber zu sprechen „Was ist eigentlich „wirklich“?“.

Am Freitag, den 11. Juli öffnen wir gemeinsam mit dem Kunstverein alle Türen, wollen feiern, den Kunstverein und sein 181jähriges Bestehen, den Sommer, und die Möglichkeit weiterhin durch Kunst, ob in bildender oder darstellender Form, unser Publikum in eine andere Wirklichkeit zu entführen.

Zum Ende der Spielzeit zeigen die Schüler der Albert-Schweizer-Schule an zwei Abenden ein weiteres Produkt des zweijährigen gemeinsamen Projekts „Helden“ von Schule und Theater und dem  Verein Ypsilon, „Liebe und Triebe und ein Wald in der Nähe“.

Mit diesem weit gefächerten Programm für Kinder und Jugendliche aber auch für all diejenigen, die Lust haben sich im schönsten Sinne, Kraft der Künste, verwirren zu lassen, hoffen wir, dass Sie Ihren Platz bei uns genießen.

 

 Ihr Theater im Marienbad