DER KULT DER STEINE
VIER FILME VON LUIGI DI GIANNI
|
Italien 1958 -1967 | Regie: Luigi di Gianni | MAGIA LUCANA (1958),
Kamera: Claudio Racca, 20 Min. | IL MESSIA (1965), Kamera: Luigi
Sgambati, 15 Min. | IL CULTO DELLE PIETRE (1967), Kamera: Mario
Carbone, 18 Min. |GRAZIE E NUMERI (1962), Kamera: Giuseppe de Mitri, 15
Min.
| Fr 23.06., 21.30 | Mi 28.06., 21.30 |
Luigi
di Gianni, geboren 1926 in Neapel, ist Autor und Regisseur zahlreicher
Filme anthropologischer, historischer oder sozialkritischer
Zielsetzung, über Kunst oder Kino. Herausragend sind seine Filme
über Formen der Magie und Rituale in Süditalien. -
Ausgehend von einer magischen Beschwörung des Unwetters zeigt
MAGIA LUCANA Alltagsbilder aus dem bäuerlichen Milieu in der
süditalienischen Provinz Basilicata gezeigt. - IL MESSIA schildert
einen bizarren Fall der Religionsgeschichte: Zahlreiche Bewohner eines
süditalienischen Bergdorfes sind 1935 zum Judentum konvertiert und
später zum Teil nach Israel ausgewandert. Der charismatische Kult
um den Gründer Maduzio wird hier in Zusammenhang mit der
Erlösungshoffnung der südländischen Religion gesehen. -
In Raiano wird jedes Jahr das Fest von San Veneziano gefeiert. Der
Heilige lebte in den Höhlen rund um das Dorf, deren Steine seither
eine therapeutische Kraft besitzen sollen. Neben den offiziellen Feiern
ist der KULT DER STEINE das geheimste und älteste Ritual. - GRAZIE
E NUMERI schließlich zeigt u.a. magische Praktiken in Neapel, vor
allem der Kult um die Geister aus dem Purgatorium und das Porträt
eines Mannes, der vom Weihrauchspenden lebt. Lottospieler und
Lottomagier.
|