
Darsteller: Fritzi Haberlandt, Werner Wölbern
Fotograf: Arno Declair |
Erika muss nach Tschenstochau, nach Polen, zur schwarzen Madonna. Gott
persönlich hat es ihr befohlen. Wenn sie nicht pünktlich am Tag der Heiligen
Sophie dort sein sollte, wird ein großes Unglück geschehen. So lautet die
Prophezeiung.
So reist sie Sonntagabend ab. Montag ist der besagte Tag. Aber Erika steigt in
den falschen Bus, in Hermanns Bus, der mit einer Gruppe von Kurgästen in die
Berge fährt. Hermann glaubt Erika nicht, dass sie mit Gott spricht, und an
Prophezeiungen glaubt er schon gar nicht. Er will weiter fahren und Erika mit
ins Kurhotel nehmen. Auch ihm geht es schließlich um Pünktlichkeit. Doch Erika
wehrt sich.
In Lukas Bärfuss neuem Stück geht es um die Liebe, um Erlösung, um das
Seelenheil, um Romantik, um den Unterschied zwischen politischem und religiösem
Widerstand, um die menschliche Würde; um die Vorteile von Rapsdiesel, aber vor
allem geht es um die Sprache und was passiert, wenn man weiß, wovon zu sprechen
wäre, aber keine Ahnung hat, woher die Worte dafür zu nehmen sind. Für den
Regisseur Stephan Kimmig ist die Frage nach Religion heute eine brisante, ist
Glaube ein Thema, das brennt, mit dem er sich auseinander setzen will.
'Der Bus' wurde mit dem Mülheimer Dramatikerpreis 2005 ausgezeichnet und
hat den Publikumspreis sowohl bei den Mülheimer Theatertagen als auch beim
Norddeutschen Theatertreffen in Osnabrück 2005 gewonnen.
Regie Stephan Kimmig
Bühne Katja Haß
Kostüme Barbara Drosihn
Musik Michael Verhovec
Ensemble Markus Graf,
Fritzi Haberlandt, Peter Jordan, Katharina Matz, Verena Reichardt,
Hartmut Schories, Victoria Trauttmansdorff, Werner Wölbern
Dramaturgie John von Düffel
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